30.09.2026 in Topartikel Senioren
Tag der älteren Menschen – mein persönlicher Aufruf
Heute ist der Tag der älteren Menschen. Und ich möchte diesen Tag nicht einfach mit schönen Worten verstreichen lassen.
Älter zu werden ist etwas Besonderes. Manches wird gelassener, manches sieht man mit anderen Augen und vielleicht fühlt man sich tatsächlich ein Stück freier. Aber diese Freiheit hat Grenzen – vor allem dann, wenn man sich Sorgen machen muss, wie man am Ende des Monats seine Miete, Lebensmittel oder Medikamente bezahlen soll.
Die Lebenshaltungskosten steigen. Renten können diese Entwicklung für viele Menschen nicht auffangen. Und wenn dann auch noch medizinische Kosten und Rezeptgebühren steigen, frage ich mich wirklich: Wo soll das noch enden?
Aber es geht nicht nur ums Geld.
Es geht auch um Würde, Respekt und darum, wie wir mit älteren Menschen umgehen. Altersdiskriminierung findet statt – und viel zu oft wird einfach weggeschaut. Ich erlebe das selbst, obwohl ich noch gar nicht so alt bin. Und genau deshalb möchte ich nicht schweigen.
Mein persönlicher Aufruf an uns alle: Schaut nicht weg!
Schaut hin, wenn ältere Menschen sich etwas nicht mehr leisten können.
Schaut hin, wenn jemand aufgrund seines Alters benachteiligt wird.
Schaut hin, wenn ein Mensch das Gefühl bekommt, nicht mehr gebraucht oder gesehen zu werden.
Wir dürfen nicht erst dann über ältere Menschen sprechen, wenn sie Hilfe brauchen. Wir müssen ihnen Respekt, Wertschätzung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen – und zwar nicht nur an einem Aktionstag.
Ich könnte noch vieles schreiben. Aber manchmal braucht es gar nicht viele Worte.
Mein Wunsch für heute ist ganz einfach:
Ich wünsche mir, dass jeder ältere Mensch die Möglichkeit hat, sich eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen zu leisten, ohne vorher rechnen zu müssen, ob das Geld am Ende des Monats noch reicht.
Und vielleicht sollten wir alle einmal darüber nachdenken:
Wie möchten wir selbst behandelt werden, wenn wir einmal älter sind?
Denn das Alter kommt nicht nur zu den anderen.
Es kommt irgendwann zu uns allen.
Hans-Jürgen Dieckmann
Co-Vorsitzender der SPD AG 60plus Rhein-Sieg
30.09.2026 in Allgemein
Reginalvorstand der AG 60+ Mittelrhein zum Tag der älteren Menschen. Der Vorstand hat dazu eine Pressemeldung geschrieben (siehe Downloads)!
21.08.2026 in Gesundheit
Liebe Bärbel, lieber Lars, liebe Genossinnen und Genossen des Parteivorstands,
der Vorschlag unserer sozialdemokratischen Bundesministerinnen und Bundesminister für einen Hitzeschutzplan erhält die volle Zustimmung der NRWSPD 60 plus.
Angesichts zunehmender Hitzewellen ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, diejenigen Menschen in den Blick zu nehmen, die durch extreme Temperaturen besonders gefährdet sind. Dazu gehören insbesondere ältere und alleinlebende Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen sowie chronisch Erkrankte.
08.05.2026 in Gesellschaft
Am 5. Mai besuchte die AG 60plus Rhein/Sieg die Synagoge in Köln. Ziel der Exkursion war es, sich intensiver mit jüdischem Leben in Deutschland sowie mit Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde auseinanderzusetzen.
29.01.2026 in Allgemein
Die AG 60plus Rhein-Sieg hat beim letzten Kreisparteig am 11.Oktober 2015 nachfolgenden Antrag zur Pflegebedürftigkeit gestellt. Der Antrag wurde vom Parteitag angenommen.
Der Pflegebedürftigkeit vorbeugen: Auf Kreis- bzw. Gemeindeebene Stellen für sogenannte „Seniorenbetreuer“ schaffen.
Der Kreisparteitag möge beschließen, dass sich der Kreisvorstand beim Landesvorstand dafür einsetzt, dass ähnlich wie beim entsprechenden Programm „Gemeindeschwester“ aus Rheinland-Pfalz ein Landesprogramm „Seniorenbetreuer“ aufgelegt wird. Alternativ kann sich die SPD-Kreistagsfraktion dafür einsetzen, dass entsprechende Stellen beim Rhein-Sieg Kreis eingerichtet werden.
Begründung:
Im angesichts der stetig steigenden Zahl Pflegebedürftiger erfordert es politische Anstrengungen, schon aus fiskalischen Gründen, die Zahl der erforderlichen Heimeinweisungen zu senken. Aus diesem Grund hat schon 2015 das Land Rheinland-Pfalz begonnen, zunächst als Modellprojekt, dann ab 2019 verstetigt auf kommunaler Ebene die Institution „Gemeindeschwester“ wieder zu beleben. Die Wirksamkeit des Projektes wurde ab 2021 durch das Institut für angewandte Versorgungsforschung evaluiert, das die Wirksamkeit bestätigte.
Gemeindeschwestern“ sollen Menschen ab 80 Jahren, die in eigener Häuslichkeit leben und erfreulicherweise noch keinen Pflegegrad haben, durch Beratung und gegebenen falls Vermittlung von Selbstständigkeit erhaltendem Unterstützungsbedarf die Pflegebedürftigkeit möglichst hinauszögern und durch die erhöhte Selbstständigkeit die Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe zu erhalten. Auch sollen sie den über 80-jährigen Infomationen zu Beratung und Alltagsbewältigung vermitteln. Im Rahmen der Evaluation hat sich manifestiert, dass vor allem Informationen oder Leistungen, die EDV-Kenntnisse erfordern, für über 80-Jährige kaum erreichbar waren. So wurde es auch Aufgabe der „Gemeindeschwestern“ in Rheinland-Pfalz, ehrenamtliche Begleitung für Senioren und Seniorinnen zu organisieren, die hier Hilfestellung leisten konnten, um die Zielerreichung zu optimieren.
Durch die Wiederbelebung der Institution „Gemeindeschwester“ kann also ein gewichtiger Beitrag zur Begrenzung des Anstiegs der Pflegekosten geleistet werden.
Den in Rheinland-Pfalz gebrauchten Begriff „Gemeindeschwester“ findet die AG 60plus Rhein-Sieg allerdings als nicht zeitgemäß, so dass vorgeschlagen wird den Namen „Seniorenbetreuer“ zu verwenden.
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